Artikel: 28. Mai 2026 13:56: Digitale Therapien,Kunden,Pflege
Wie können wir Technologie nutzen, um einen sichereren Start ins Leben zu ermöglichen?
Schwangerschaft und die frühe Lebensphase eines Neugeborenen gehören zu den verletzlichsten und zugleich wertvollsten Phasen unseres Lebens. In der EU werden jedes Jahr rund 4 Millionen Kinder geboren, und bis zu 7 % kommen zu früh zur Welt. Dies hat große Auswirkungen auf Familien und erhebliche Folgen für das Gesundheitssystem.
Viele Komplikationen können durch bessere Überwachung und frühere Risikoerkennung verhindert werden. Genau das steht im Mittelpunkt von Newlife, einem EU-geförderten Projekt, das 25 Partner aus sechs europäischen Ländern zusammenbringt und von Philips Electronics Netherlands koordiniert wird.
Das Projekt entwickelt innovative, nicht-invasive Technologien und cloudbasierte Lösungen, bei denen KI und maschinelles Lernen eine frühzeitige Risikoerkennung ermöglichen. Newlife wird in fünf Use Cases demonstriert, von intelligenter Kleidung und einem Schwangerschaftsgürtel bis hin zu neonataler Überwachung und digitaler Unterstützung für Eltern.
Cuviva leitet Use Case 1 – Pregnancy & Parent Companion und spielt eine zentrale Rolle bei der Analyse der Nutzerbedürfnisse, der Konzeptentwicklung und dem Interface-Design. Während andere Partner Sensortechnologien entwickeln, entwickelt und gestaltet Cuviva die Benutzeroberflächen und die Anwendungsebene für Patientinnen und medizinisches Fachpersonal. Dabei werden Sensordaten in klinisch aussagekräftige Informationen umgewandelt.
Die Lösung basiert auf unserer MDR Klasse IIa-zertifizierten Remote-Patient-Monitoring-Plattform, die nun für die maternale und neonatale Versorgung weiterentwickelt wird. Für die strukturierte Integration mit IT-Systemen im Gesundheitswesen wird HL7 FHIR als Interoperabilitätsstandard verwendet.
Als Ergebnis dieses Use Cases wurden neue Parameter in die Plattform von Cuviva integriert, darunter fetale Bewegungen, fetale Herzfrequenz und die Analyse von Säuglingsweinen. Diese Parameter werden so visualisiert, dass sie sowohl die klinische Entscheidungsfindung unterstützen als auch die Patientenbeteiligung stärken. Gleichzeitig geben sie Einblick in die Gesundheit der Patientin und des Babys.
„Wenn medizinische Qualität auf intelligentes Monitoring trifft, schaffen wir sicherere Schwangerschaften, einen geschützteren Start ins Leben und eine stärkere Entscheidungsunterstützung für das Gesundheitswesen. Das ist die treibende Kraft hinter Newlife.“
– Petra Sommarlund, Project Manager, Cuviva
Durch Newlife stärken wir unsere Plattform für Schwangerschafts- und Neonatalversorgung und entwickeln eine skalierbare und interoperable Lösung für die Zukunft der digitalen Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung. Da sich das Projekt nun seinem Abschluss im Juni nähert, ist bereits klar, dass die Arbeit eine solide Grundlage für die nächste Generation präventiver und vernetzter maternaler und neonataler Versorgung geschaffen hat.
Mehr über das Projekt: https://www.newlife-kdt.eu/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/newlife-kdt-project/
Gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des KDT Joint Undertaking (JU) wider. Weder die Europäische Union noch die Förderbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
Dieses Projekt wird vom Chips Joint Undertaking unterstützt (Grant Agreement No. 101095792) sowie von dessen Mitgliedern Finnland, Deutschland, Irland, den Niederlanden, Schweden und der Schweiz. Diese Arbeit umfasst zusätzliche Fördermittel des Schweizer Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SERI).
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