Artikel: 21 Juni 2023 07:29: Digitale Therapien,Gesundheitsversorgung,Pflege

Zunahme der Heimdialyse-Nutzung erhält 3 Millionen Euro: Eine innovative Investition für verbesserte Nierenpflege

Göteborg, 21. Juni 2023 – Cuviva nimmt an einer neuen grenzüberschreitenden Forschungsinitiative im Bereich Gesundheitsinnovation und personenzentrierte Pflege teil. Das Projekt wurde mit fast 3 Millionen Euro finanziert, unter anderem von der EU. Die Forschung konzentriert sich auf die Erhöhung des Einsatzes von Heimdialyse, die im Vergleich zur traditionellen Krankenhausdialyse signifikante Verbesserungen der Lebensqualität und Gesundheit gezeigt hat.

Die Erhöhung der Heimdialysebehandlung mit einem personenzentrierten Ansatz bietet sowohl medizinische als auch wirtschaftliche Vorteile sowie mehr Unabhängigkeit und eine höhere Lebensqualität für Patienten mit Nierenerkrankungen. Das Projekt umfasst Teilnehmer aus Patientenorganisationen, Unternehmen, der akademischen Welt und der Industrie in Schweden, Dänemark und Norwegen.

Viele Vorteile der Heimdialyse

Trotz dokumentierter Vorteile und nationaler Ziele bleibt der Anteil der Patienten, die Heimdialyse nutzen, in der Öresund-Kattegatt-Skagerrak-Region im Laufe der Zeit niedrig, wenn auch mit großen Variationen.

Das Projekt hat zum Ziel, die Nutzung von Heimdialyse als eigenständige Behandlungsmethode durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und innovative Gesundheitslösungen zu steigern. Durch die Implementierung von Heimdialyse wird erwartet, dass die Gesundheit verbessert, die Arbeitsfähigkeit gesteigert und die Gesundheitskosten sowie die Umweltbelastung reduziert werden. Das Projekt wird auch die Entwicklung von wertschöpfenden Dienstleistungen und Produktinnovationen im Bereich Heimdialyse und anderer langfristiger Krankheitsverläufe anregen.

„Mit dem Home Dialysis-Projekt entwickeln wir weiterhin die vollständigste Plattform für RPM, Krankenhaus zu Hause und Selbstpflege. Wir freuen uns sehr darauf, die Forschung, die im Rahmen dieses Projekts durchgeführt wird, zu verfolgen.“ – Henrik Cederqvist, CEO und Mitbegründer von Cuviva.

Das EU-Programm Interreg Öresund-Kattegatt-Skagerrak ist der Hauptfinanzierer, aber auch die Partner des Projekts in verschiedenen Ländern tragen mit eigenen Mitteln bei.

„Ein Zeichen dafür, dass sie großen Nutzen und Machbarkeit im drei Jahre dauernden Projekt sehen“, sagt Håkan Billig, Hauptforscher.

Fokus auf Personenzentrierung

Das Heimdialyseprojekt basiert auf personenzentrierter Pflege – einem ethischen Ansatz, der die Person mit der Krankheit in den Mittelpunkt stellt, nicht nur die Krankheit selbst, und die Partnerschaft zwischen Patient und Pflegekraft stärkt. Personenzentrierung ist evidenzbasiert und hat gezeigt, dass sie die Kosten senkt und gleichzeitig die Qualität der Pflege verbessert. Mit Hilfe von Technologie und Anreizen wird es möglich, eine ethische, nachhaltige und kosteneffiziente Pflege von hoher Qualität zu bieten.

Forschung auf mehreren Ebenen

Bedarfsuntersuchungen und Tests im häuslichen Umfeld werden durchgeführt, um Hindernisse und Herausforderungen für Heimdialyse zu identifizieren. Daten aus nationalen Qualitätsregistern für chronische Nierenerkrankungen werden gesammelt, um die Lebensumstände und das Wohlbefinden der Nutzer von Heimdialyse zu beschreiben. Das Projekt analysiert auch politische, gesetzliche und kulturelle Unterschiede in den teilnehmenden Ländern, um die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung zu identifizieren.

Ein skandinavisches Modell

Es wird erwartet, dass die Forschung konkrete Innovationen für Heimdialyse hervorbringt. Das Projekt basiert auf Zusammenarbeit und Partnerschaften, und durch den Wissensaustausch über Grenzen hinweg schaffen wir ein skandinavisches Modell für Heimdialyse und personenzentrierte Pflege zu Hause.

Zusätzliche Informationen

Beschluss über Zuschüsse
EU-Programm: Interreg Öresund-Kattegatt-Skagerrak

Projektpartner:
Region Midtjylland, Aarhus universitet, OsloMet – Storbyuniversitetet, Nordic Medcom AB, Cuviva AB, Fresenius Medical Care Sverige AB, Högskolan i Østfold, Universitetet i Oslo, Njurförbundet, Sahlgrenska akademin

Das Projekt basiert auf Erfahrungen aus einem Kooperationsprojekt des Zentrums für Personenzentrierte Pflege (GPCC) der Universität Göteborg.

Länder: Schweden, Norwegen und Dänemark
Aktivitätsbereich: Innovation und Unternehmertum
Spezifisches Ziel: Stärkung der Innovationskapazität mit Fokus auf intelligente Spezialisierung
Projektzeitraum: 1. September 2023 – 31. August 2026
Budget: 2.982.294 Euro
EU-Finanzierung: 1.422.103 Euro
Norwegische Mittel: 306.032 Euro
Mitfinanzierung durch Partner: 1.254.159 Euro
Hauptpartner: Universität Göteborg

Kontakt – Göteborgs universitet:
Professor Håkan Billig
Hauptforscher
hakan.billig@fysiologi.gu.se
+46 708 84 09 76

Kontakt – Cuviva:
Henrik Cederqvist
CEO und Mitbegründer
henrik.cederqvist@cuviva.com
+46 708 24 33 87