Pressemitteilung – 29. Mai 2019, 12:46: Partnerschaft,Pflege
Die Mangelernährung bei älteren Menschen wird zunehmend zu einem ernsthaften Problem. Laut dem nationalen Register Senior Alert sind sechs von zehn Patienten in der Altenpflege mangelernährt oder gefährdet, es zu werden. Die Mangelernährung älterer Menschen verursacht gesundheitliche Probleme, die allein in Schweden jährliche Kosten von über 20 Milliarden SEK für die Gesellschaft bedeuten. Cuviva, ein Unternehmen, das E-Health-Lösungen speziell für gebrechliche ältere Menschen entwickelt, hat für seine neueste digitale Gesundheitslösung zur Bekämpfung von Mangelernährung eine EU-Förderung von INCluSilver erhalten.
„Heute wird oft über Fettleibigkeit als großes gesellschaftliches Problem gesprochen, aber dabei vergessen viele, dass die Mangelernährung älterer Menschen tatsächlich noch höhere gesellschaftliche Kosten und großes Leid verursacht. Unsere digitale Lösung soll die Zusammenarbeit zwischen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen verbessern und sicherstellen, dass alle Beteiligten die Nahrungsaufnahme des Patienten nachverfolgen können. Das ist entscheidend für eine nachhaltige Pflege älterer Menschen in der Zukunft“, erklärt Fredrik Koffner, Mitbegründer von Cuviva, das das Projekt gemeinsam mit dem italienischen E-Health-Unternehmen Meteda durchführt.
Die schwedische Gesundheitsbehörde Socialstyrelsen hat eine Reihe von Herausforderungen identifiziert, die bewältigt werden müssen, um das Problem der Mangelernährung bei älteren Menschen in den Griff zu bekommen. Eine der zentralen Maßnahmen ist eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, um die Zusammenarbeit zu erleichtern und eine ganzheitliche Sicht auf den Gesundheitszustand der Patienten zu ermöglichen. Derzeit gibt es beispielsweise nur wenige geeignete Lösungen für den Informationsaustausch zwischen häuslicher Pflege und dem Gesundheitswesen, was zu Missverständnissen führen kann oder dazu, dass notwendige Maßnahmen gar nicht erst umgesetzt werden.
Im Kampf gegen die Mangelernährung begann Cuviva 2018 in Zusammenarbeit mit WA Dietistkompetens die Entwicklung von Dietist Online, einem Tool, das Ernährungsberatung strukturiert an Kommunen und private Pflegeeinrichtungen vermittelt. Dieses Projekt wurde ebenfalls von INCluSilver gefördert. Nun geht Cuviva einen Schritt weiter und entwickelt gemeinsam mit Meteda eine neue digitale Gesundheitslösung, die die Koordination weiter verbessert und den Patienten stärker in den Pflegeprozess einbindet.
Mit Hilfe eines benutzerfreundlichen Tablets und Messgeräten kann der Patient ein normales Leben zu Hause führen und dabei täglich selbst – oder mit Unterstützung von Angehörigen oder Pflegepersonal – Gesundheitswerte wie Gewicht und Blutzuckerwerte erfassen. Zudem wird die Nahrungsaufnahme und der Ernährungsplan des Patienten aus der Ferne von Pflegekräften und medizinischem Fachpersonal überwacht. Alle Gesundheitsdaten sind digital für alle beteiligten Pflege- und Gesundheitseinrichtungen abrufbar, wodurch ein vollständiges Bild der Patientengesundheit entsteht. So können häusliche Pflege, Krankenhäuser und Angehörige ihre Maßnahmen koordinieren und eine proaktive Versorgung sicherstellen. Zudem führen die Pflegekräfte regelmäßig Videogespräche mit den Patienten, um den Ernährungsplan zu überprüfen und notwendige Maßnahmen anzupassen.
„Das ist eine einzigartige Lösung für ein großes, aber vielen noch unbekanntes Problem. Wir wissen aus ähnlichen Projekten, dass sich mit dieser Lösung sowohl die Pflegequalität als auch die Lebensqualität der Patienten verbessern lässt und dass sie erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht“, sagt Fredrik Koffner.
Das Projekt „Fighting Malnutrition“ wurde von INCluSilver, einem Teil des EU-Innovationsprogramms Horizon 2020, mit 60.000 EUR gefördert. Partner in diesem Projekt ist das italienische E-Health-Unternehmen Meteda.
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Fredrik Koffner, Mitbegründer Cuviva
📞 0707 29 08 33
✉️ fredrik.koffner@cuviva.com